ARTISTS‎ > ‎JAYE Yehudith Rohrmoser‎ > ‎

THE UNMENTIONABLES

Ein Design- und Performanceprojekt von Judith Rohrmoser & Lena Wicke-Aengenheyster



Versiffte Sitzklos, vollgepinkelte Toilettenbrillen, das dunkle Eck hinterm Auto aufm Parkplatz, der Ort unterm Apfelbaum...

Das alles hat ein Ende: Her mit THE UNMENTIONABLES – das einmalige Hosenset für die Frau, angepasst an physische Notwendigkeiten, schnell, bequem und angenehm im Stehen!


Neben den Überlegungen, wie eine Toiletteneinrichtung frauenspezifischen Bedürfnissen gerecht werden könnte und der Auseinandersetzung mit Urinierhilfen à la Urinella wird die Entwicklung von 10 frauengerechten Hosen- und Unterhosenmodellen in Auftrag gegeben. Junge in Wien ansässige Designerinnen unter anderem der Modeschule Wien – Schloß Hetzendorf sowie der Universität für angewandte Kunst werden je ein Beinkleid entwickeln, welches Frauen auf unkomplizierte Art das Stehpinkeln ermöglicht. Die designten Stücke werden anschließend in einer performativen Modeschau auf dem roten Teppich präsentiert.



[12:56:54] Jayehudit: „Der Mythos wird nicht durch das Objekt seiner Botschaft definiert, sondern durch die Art und Weise, wie er diese ausspricht.“[11] roland barthes


[12:58:40] Jayehudit: simone de beauvoir schrieb ein kapitel über die nachteile des hockpinkelns. sollten wir lesen (wieder)#


[13:00:46] Jayehudit: Der Mythos wird nicht durch das Objekt seiner Botschaft definiert, sondern durch die Art und Weise, wie er diese ausPISST


[13:01:12] Jayehudit: roland barthes (wikipedia) über den begriff mythos




Das unreflektierte Selbstverständnis mit dem Mann sich an den nächsten Busch, vor die nächstgelegene öffentliche Toilette, in das unappetitliche Barklo stellt, war Anstoß unzähliger Diskussionen. Hosenlatz und Pissoir scheinen funktional aufeinander abgestimmt und ermöglichen so den zeitsparenden, relativ bequemen und für den Mann selbst hygienischen Toilettengang.

Für die Frau sah das bisher anders aus: Die Toilettenschüssel verlangte das Sitzen. Das Sitzen aber war unhygienisch. Die meisten Frauen bemühten sich so um die unbequeme Hockstellung. Es war aber auch die Kleidung, welche die Hocke erforderte. Mit der Ablöse von Rock und Unterrock durch die Hose und Unterhose war der Frau zwar der männliche Kleidungsstil zuerkannt worden, jedoch blieb die Funktionalität dieser Kleidungsstücke den physischen Bedürfnissen des anderen Geschlechts nur wenig angepasst. Die Hose musste runter gezogen werden. Hintern und Beine waren dann nackt. Unangenehm im Außénbereich, das Moment für Verkühlungen, erhöhtes Risiko und Unsicherheit.

Zur Förderung von Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit von Frau und Körper in Raum und Zeit. Penisneid war gestern.




Comments